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Kind isst nicht: Wie du mit einem Essstreik bei Kindern umgehst

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Schnelle Checkliste

  • Bleib ruhig und sorge für eine entspannte, positive Atmosphäre beim Essen.
  • Achte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Biete Wasser oder Milch an.
  • Beobachte das Verhalten deines Kindes und achte auf Hinweise auf Unwohlsein oder Krankheit.
  • Biete kleine, nahrhafte Zwischenmahlzeiten an, statt Mahlzeiten zu erzwingen.
  • Halte feste Zeiten für Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten ein.

Was passiert?

Essstreiks sind bei Kleinkindern üblich, besonders im Alter von 1 bis 6 Jahren. Dieses Verhalten resultiert oft daraus, dass Kinder ihre Unabhängigkeit behaupten oder auf Veränderungen in Routine oder Umgebung reagieren. Entwicklungsgemäß lernen Kinder, Entscheidungen und Vorlieben auszudrücken. Außerdem verlangsamt sich ihre Wachstumsrate nach dem ersten Lebensjahr, wodurch der Appetit im Vergleich zur Säuglingszeit abnimmt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Hungersignale erkennen

Erkenne, wann dein Kind wirklich hungrig ist und wann es einfach kein Interesse am Essen hat. Hungersignale sind zum Beispiel, nach Essen zu greifen, nach Zwischenmahlzeiten zu fragen oder gereizt zu sein, wobei sich die Stimmung nach dem Essen bessert.

2. Geregelte Essenszeiten schaffen

Halte regelmäßige Zeiten für Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten ein. Kinder gedeihen mit Routinen, und zu wissen, wann es Essen gibt, kann Ängste rund ums Essen verringern.

3. Vielfalt und Auswahl anbieten

Stelle eine Auswahl an gesunden Lebensmitteln bereit und lass dein Kind entscheiden, was es essen möchte. Diese Möglichkeit, mitzuentscheiden, kann die Bereitschaft erhöhen, Neues zu probieren.

4. Mahlzeiten angenehm gestalten

Sorge für eine angenehme, stressfreie Essensatmosphäre. Vermeide Ablenkungen wie Fernsehen und konzentriere dich auf das Zusammensein als Familie.

5. Dein Kind einbeziehen

Ermutige dein Kind, bei der Zubereitung von Mahlzeiten zu helfen. Das steigert oft das Interesse daran, das Essen zu probieren, das es mitgestaltet hat.

Was du nicht tun solltest

  • Zwinge dein Kind nicht zum Essen und setze Nahrung nicht als Belohnung oder Bestrafung ein.
  • Mach die Mahlzeiten nicht zum Schlachtfeld. Das kann negative Assoziationen mit dem Essen schaffen.
  • Gib nicht ungesunde Zwischenmahlzeiten, um ausgelassene Mahlzeiten zu kompensieren.
  • Setze dein Kind nicht unter Druck, alles auf dem Teller aufzuessen.

Wann du den Arzt rufen solltest / Notfall

Kontaktiere deine medizinische Fachkraft, wenn dein Kind:

  • Anzeichen von Dehydrierung zeigt (trockener Mund, keine Tränen beim Weinen, weniger nasse Windeln).
  • An Gewicht verliert oder nicht wie erwartet zunimmt.
  • Anhaltenden Durchfall oder Erbrechen hat.
  • Ungewöhnliche Lethargie oder Reizbarkeit zeigt.
  • Schluckbeschwerden hat oder beim Essen Schmerzen zeigt.

Tipps zur Vorbeugung

  • Fördere eine vielfältige und ausgewogene Ernährung von klein auf.
  • Halte Zeiten und Orte für Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten konstant.
  • Begrenze Säfte und zuckerhaltige Getränke, da sie den Appetit auf nahrhafte Lebensmittel verringern können.
  • Sei ein Vorbild, indem du selbst verschiedene gesunde Lebensmittel isst.

Quellen

  • American Academy of Pediatrics (AAP)
  • World Health Organization (WHO)
  • National Health Service (NHS)
Medizinischer Hinweis Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung.

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