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Sofortmaßnahmen bei unaufhörlichem Schreien von Babys aufgrund von Koliken

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Kurzcheckliste für Sofortmaßnahmen

  • Bleib ruhig: Atme tief durch. Deine Ruhe kann helfen, dein Baby zu beruhigen.
  • Grundbedürfnisse prüfen: Stelle sicher, dass dein Baby gefüttert ist, eine trockene Windel hat und weder zu warm noch zu kalt ist.
  • Pucke dein Baby: Wickel dein Baby eng in eine Decke, um die Geborgenheit der Gebärmutter nachzuahmen.
  • Weißes Rauschen verwenden: Schalte einen Ventilator oder ein Gerät mit weißem Rauschen ein, um dein Baby zu beruhigen.
  • Wiegen oder Gehen: Wiege dein Baby sanft in deinen Armen oder gehe mit ihm spazieren.
  • Schnuller anbieten: Wenn dein Baby einen Schnuller benutzt, biete ihn an — Saugen kann beruhigend wirken.

Was passiert

Koliken werden definiert als häufiges, langanhaltendes und intensives Schreien oder Unruhe bei ansonsten gesundem Säugling. Sie treten bei Säuglingen im Alter von 0–6 Monaten auf, mit einem Höhepunkt des Schreiens meist um die 6. Lebenswoche. Die genaue Ursache ist unbekannt, man geht jedoch davon aus, dass sie mit Verdauungsbeschwerden oder einem noch unreifen Nervensystem zusammenhängt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Grundlagen prüfen: Überprüfe, ob das Baby hungrig oder müde ist oder eine neue Windel braucht.
  2. Pucken und beruhigen: Pucke dein Baby sicher ein. Nutze beruhigende Techniken wie sanftes Wiegen, Singen oder Summen.
  3. Bewegung nutzen: Probiere eine Babywippe oder fahre mit dem Baby eine Runde im Auto.
  4. Verschiedene Positionen ausprobieren: Halte dein Baby in verschiedenen Positionen, zum Beispiel mit dem Bauch über deinem Schoß, um bei Blähungen zu helfen.
  5. Massage: Massiere sanft den Bauch deines Babys, um Gasbildung zu lindern.
  6. Umgebung verändern: Geh in einen ruhigen Raum oder dimme das Licht, um Reize zu reduzieren.

Was du nicht tun solltest

  • Schüttel dein Baby nicht: Schütteln kann schwere Hirnverletzungen verursachen.
  • Vermeide Überfütterung: Halte dich an regelmäßige Fütterungszeiten, um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden.
  • Ignoriere dein Baby nicht: Anhaltende Koliken brauchen Aufmerksamkeit, nicht Vernachlässigung.

Wann du den Arzt/Notdienst rufen solltest

  • Wenn dein Baby Fieber hat, erbricht, Durchfall hat oder nicht an Gewicht zunimmt.
  • Wenn das Schreien von ungewöhnlichen Symptomen wie Hautausschlag, ungewöhnlicher Schläfrigkeit oder einer Veränderung des Fütterungsverhaltens begleitet wird.
  • Rufe 112 an, wenn dein Baby Anzeichen von Atemnot, bläulichen Lippen oder Krampfanfällen zeigt.

Tipps zur Vorbeugung

  • Halte einen Fütterungsrhythmus ein, um hungerbedingtes Schreien zu verhindern.
  • Verwende bei Flaschenernährung eine schonende Anti-Kolik-Flasche.
  • Probiere Säuglingsprobiotika aus, da einige Studien darauf hindeuten, dass sie helfen können.
  • Sorge für eine ruhige Fütterungsumgebung, um Stress für dich und dein Baby zu reduzieren.

Quellen

  • American Academy of Pediatrics (AAP)
  • World Health Organization (WHO)
  • National Health Service (NHS)
Medizinischer Hinweis Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung.

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